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3D Vermessung Deutschland

Leistung

Scan-to-BIM: vom Laserscan zum Bestandsmodell

BIM-Prozesse brauchen ein Bestandsmodell, das den realen Zustand abbildet. Scan-to-BIM überführt die Messdaten in ein Modell mit Bauteilen, Geschossen und Attributen.

Scan-to-BIM anfragen
Isometrisches Gebäudemodell als BIM-Illustration (kein reales Modell)

Ausgangslage

Das Problem im Bestand

Wer BIM im Bestand einsetzen will, steht vor dem Problem fehlender digitaler Grundlagen. Neuplanung ist einfach, Bestand nicht.

Lösung

So gehen wir vor

Wir modellieren Wände, Decken, Stützen, Öffnungen und weitere Bauteile nach vereinbartem Detaillierungsgrad (LOD/LOI) auf Basis der Punktwolke. Die Übergabe erfolgt z. B. als IFC oder in nativen Formaten nach Absprache.

Ergebnisse und Lieferformate

Was Sie erhalten

  • BIM-Bestandsmodell (z. B. IFC)
  • Zugehörige Punktwolke (E57)
  • Modellierungsdokumentation mit Detailgrad

Anwendungsfälle

Typische Einsatzbereiche

  • Planung im Bestand mit BIM
  • Facility Management / CAFM
  • Kollisionsprüfung
  • Bestandsdokumentation großer Portfolios

Sie möchten ein konkretes Angebot? Beschreiben Sie Ihr Objekt in wenigen Schritten.

Scan-to-BIM anfragen

Ablauf

In wenigen Schritten zum Ergebnis

  1. 01

    Modellanforderungen

    LOD, Bauteilkatalog, Software.

  2. 02

    Scan

    Aufnahme.

  3. 03

    Modellierung

    Bauteile aus Punktwolke.

  4. 04

    Qualitätsprüfung

    Abgleich Modell/Punktwolke.

  5. 05

    Übergabe

    IFC/Native + Doku.

Im Detail

Scan-to-BIM: Verfahren, Ergebnisse und Abgrenzung

Von der Punktwolke zum Bauwerksmodell

Beim Scan-to-BIM wird aus der Punktwolke ein Modell erstellt, dessen Elemente Bauteile sind: Wände, Decken, Stützen, Fenster, Türen. Jedes Bauteil hat Eigenschaften und Beziehungen, etwa Geschosszuordnung oder Typ. Anders als eine CAD-Zeichnung kann das Modell Mengen auswerten und Varianten prüfen.

Der Modellierer interpretiert die Punktwolke: Er legt Bauteilachsen, Dicken und Anschlüsse fest. Wo Daten fehlen, etwa bei verdeckten Wandaufbauten, werden Annahmen getroffen, die dokumentiert sein sollten. Das Modell bildet damit nicht einfach die Realität ab, sondern eine definierte Vereinfachung.

Detaillierungsgrad und Informationstiefe

Wie detailliert modelliert wird, beschreibt man mit dem Level of Development bzw. Level of Detail. Es unterscheidet geometrische Genauigkeit und die Menge hinterlegter Informationen. Es gibt keine einheitliche Pflichtdefinition, deshalb muss der Detaillierungsgrad im Auftrag konkret beschrieben werden.

Ein grobes Volumenmodell reicht für Studien. Für Ausbauplanung können Öffnungsdetails, Wandaufbauten und Raumbuchdaten nötig sein. Je höher die Anforderung, desto mehr Aufwand entsteht und desto stärker spielen Annahmen eine Rolle, die sich nur durch zusätzliche Untersuchungen absichern lassen.

Austausch und Abgrenzung

Für den herstellerneutralen Austausch wird das Modell als IFC nach ISO 16739 bereitgestellt, daneben in nativen Formaten gängiger BIM-Programme. IFC-Exporte können je nach Software Informationen verlieren oder verändern. Eine Prüfung der Datei im Zielsystem ist deshalb ratsam.

Ein BIM-Modell ist kein CAD-Grundriss. Es ist deutlich aufwendiger zu erstellen und lohnt sich, wenn Koordination, Mengenermittlung oder Facility Management davon profitieren. Für einfache Umbauten sind CAD-Pläne oft die wirtschaftlichere Wahl.

Genauigkeit und Leistungsumfang

Was möglich ist – und was nicht

Genauigkeit

Ein Modell ist eine Interpretation der Punktwolke: Wandachsen werden idealisiert, Toleranzen bleiben. Detaillierungsgrad und Abweichungstoleranz werden vertraglich festgelegt.

Grenzen der Leistung

BIM-Modell und CAD-Grundriss sind unterschiedliche Lieferprodukte mit unterschiedlichem Aufwand. Konstruktive Informationen verdeckter Bauteile sind nicht ableitbar.

Kosten und Angebot

Was den Aufwand bestimmt

Wir nennen keine Pauschalpreise ohne Kenntnis des Objekts. Diese Faktoren beeinflussen das Angebot.

  • Gewünschter Detaillierungsgrad

    Er ist der wichtigste Kostentreiber, weil er Modellierungstiefe und Informationsumfang bestimmt.

  • Gebäudekomplexität

    Freiformflächen, Gewölbe und unregelmäßige Geometrien lassen sich nur mit höherem Aufwand modellieren.

  • Informationsanforderungen

    Zusätzliche Attribute wie Materialien oder Raumdaten müssen erfasst und gepflegt werden.

  • Projektstandards

    Vorgaben eines BIM-Abwicklungsplans oder fester Bauteilkataloge erhöhen den Abstimmungsaufwand.

  • Fachmodelle

    Die Modellierung von Technikgewerken ist zusätzlich zum Architekturmodell zu bewerten.

  • Prüf- und Abnahmeprozess

    Modellprüfungen gegen die Punktwolke und Korrekturen erweitern den Umfang.

Vor der Beauftragung

Checkliste: Das sollten Sie klären

  • Welchen Zweck soll das Modell erfüllen: Planung, Mengenermittlung, FM?
  • Welcher Detaillierungsgrad wird schriftlich vereinbart?
  • Welche Software und Version nutzen Sie bzw. Ihr Planer?
  • Brauchen Sie natives Modell, IFC oder beides?
  • Gibt es einen BIM-Abwicklungsplan oder Namenskonventionen?
  • Wie werden Annahmen bei verdeckten Bauteilen dokumentiert?
  • Sollen nur Architektur oder auch Technik modelliert werden?
  • Wie erfolgt die Abnahme des Modells gegen die Punktwolke?

Typische Stolpersteine

Fehler, die Sie vermeiden können

  • LOD nicht definieren

    Ohne klaren Detaillierungsgrad entsteht Streit über den Leistungsumfang. Beschreiben Sie ihn konkret.

  • Modell als exakte Realität verstehen

    Ein Modell vereinfacht. Prüfen Sie kritische Stellen gegen die Punktwolke.

  • IFC ungeprüft übernehmen

    Exporte können Daten verändern. Testen Sie das Modell im Zielsystem.

  • BIM wählen, obwohl CAD genügt

    Ein Modell ist aufwendiger. Prüfen Sie, ob der Nutzen den Mehraufwand rechtfertigt.

Abgrenzung

Im Vergleich

Vergleich: Scan-to-BIM
MerkmalCAD-GrundrissBIM-Modell
StrukturLinien und TexteBauteile mit Eigenschaften
DimensionÜberwiegend 2D3D mit Informationen
AufwandGeringerHöher
Typische NutzungUmbau- und BestandsplanungKoordination, Mengen, Betrieb

Häufige Fragen

Fragen zu Scan-to-BIM

Brauche ich BIM oder reichen Grundrisse?

Für viele Umbauten reichen CAD-Grundrisse, Schnitte und Ansichten. BIM lohnt sich bei koordinierter Fachplanung, Betrieb oder großen Portfolios.

Was ist LOD?

Level of Development bzw. Detail – beschreibt, wie detailliert Bauteile modelliert werden. Er ist Vereinbarungssache und beeinflusst Aufwand und Preis.

Wann lohnt sich Scan-to-BIM statt CAD-Plänen?

Bei großen oder komplexen Projekten, bei Koordination mehrerer Fachplaner, bei Mengenermittlung aus dem Modell oder wenn das Gebäude später im Betrieb digital verwaltet werden soll. Für einfachere Umbauten genügen oft CAD-Pläne, die weniger aufwendig sind.

Können Sie auch Haustechnik modellieren?

Sichtbare technische Anlagen lassen sich modellieren, sofern der Umfang vereinbart wird. Verdeckte Leitungen sind aus der Punktwolke nicht ableitbar. Für Technikplanung sind Bestandsunterlagen der Gewerke oder Untersuchungen vor Ort erforderlich.

Wie wird die Modellqualität geprüft?

Das Modell lässt sich gegen die Punktwolke überlagern, um Abweichungen sichtbar zu machen. Die Toleranz, die als akzeptabel gilt, ist Vereinbarungssache. Ein Prüfbericht kann als Leistung vereinbart werden.

Welche Softwareversionen werden unterstützt?

Das hängt von Ihrer Umgebung ab. Nennen Sie uns Programm und Version vor Auftragsbeginn. Für den Austausch steht IFC zur Verfügung, ein herstellerunabhängiges Format, das bei Bedarf zusätzlich zum nativen Modell geliefert wird.

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  • Konkretes Angebot statt Pauschalpreis
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